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Donnerstag, 3. Juli 2014

Urlaub im Woll-wunder-land


Nun ist unser Urlaub schon eine Weile vorüber, aber jetzt komme ich erst dazu mal die Bilder weiter zu sortieren und da liegt es nahe, daß unbedingt die Wolle der Insel ins rechte Licht gerückt werden muß. Es ist einfach schön die Schafe draussen in der Alvar zu beobachten und dann zu sehen, was aus der Wolle gemacht wird. In einem langen Gespräch, welches in der Vorsaison durchaus möglich ist, habe ich erfahren, daß heute auf der Insel nur noch die Entwicklung neuer Farben und Garne gemacht werden, die eigentliche Produktion aber auf dem Festland Schwedens stattfindet.
Begrüßt wird man in dem kleinen Gebäude, das Laden und Werkstatt beherbergt, von einem opulent gefüllten Tisch mit allerlei Filzfiguren, die als Untersetzer, Topflappen oder auch Anhänger für Vielerlei zu nutzen sind.


Wenn man sich nach rechts wendet sieht man die ganze Pracht nordischer Strickkunst. Regale voller Pullover, Jacken, Mützen, Schals, Handschuhe in allen Farben und Musterungen der verschiedenen Landstriche des Nordens. Neuerdings gibt es diese Erzeugnisse auch dort aus Alpakagarnen und Leinen. Das war vor drei Jahren noch nicht so.


Wendet man den Blick allerdings nach links, dann hüpft das Herz eines Strickers. Hier liegen in vielen, vielen Stapelkörben Garnstränge aller Farben und Schattierungen. Man kann die Farben der Insel entdecken, das Grün der Wiesen, das Rot der Orchideen, die immer im Mai so herrlich blühen. Gelb wie die vielen Himmelschlüsselchen leuchten die Stränge an anderer Stelle und immer wieder zwischen drin liegen Blautöne wie das Meer, das die Insel umgibt, mal hell, mal himmelblau und mal dunkel, wie vor einem Gewittersturm.


Hat man dann alles gesehen und auch gefühlt, auch das ist wunderbar, kann man an der Kasse das Urlaubsbudget mächtig schmälern. Dazu geht man an Körben mit wunderbar gefärbten Gotlandlocken vorbei, die unwillkürlich auch noch mit wollen. Auch Literatur gibt es,  zum Thema Stricken natürlich, aber auch, auf schwedisch, zum naalbinding. 
Die Verkäuferin ist auch eine Wollenthusiastin und wir haben am nächsten Tag noch einmal geplauscht mit Vorführung von eigenen Machwerken. Leider gibt es davon keine Bilder, denn wenn man so im Thema ist vergisst man das einfach.

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